Grosszügige Freiräume, attraktive Gebäude, sichere Wege

Das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs zum neuen Dorfzentrum Buchrain überzeugt. Dank kompakter, zur Umgebung passender Gebäude entsteht viel Platz für Freiräume, Wege und Begegnungsmöglichkeiten. Die Gemeinde Buchrain stellt diese Woche der Bevölkerung die Ergebnisse des Wettbewerbs zum neuen Dorfzentrum vor. Und sie lädt die Bevölkerung im Rahmen einer Befragung zum Dialog ein.

«Das Siegerprojekt überzeugt den ganzen Gemeinderat und die Projektverantwortlichen», sagt Gemeindepräsident Ivo Egger. «Es passt mit seinen massvollen Bauten und mit attraktiven Plätzen optimal zu Buchrain. Zudem entstehen gute und sichere Wegverbindungen.» Egger freut sich darauf, das Projekt des Teams Roider Giovanoli Architekten mit den Landschaftsarchitekten von Bernhard Zingler Landscape Projects den Menschen in Buchrain vorzustellen. «Wir sind gespannt auf die Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Sie helfen uns, in den nächsten Planungsschritten das Siegerprojekt weiterzuentwickeln.»

Lebenswertes Buchrain: Dorfpark, Chilbiplatz und Adlergarten

Mit dem Dorfpark, dem Adlergarten und dem Chilbiplatz gehören drei grosszügige Freiräume zum neuen Dorfzentrum. Der Dorfpark verbindet als grüne Oase auf einer Achse den Tschannhof, die neu gestaltete Bushaltestelle und das Dorfzentrum. Als grosser Platz für Chilbi und Fasnacht bleibt der Schulhausplatz als Chilbiplatz bestehen. «Lebenswerte öffentliche Räume sind für ein Dorfzentrum ganz wichtig», sagt Alain Grossenbacher, CEO der Projektpartnerin Eberli AG, die einen Kaufrechtsvertrag für die Adler-Parzelle und das Gasthaus hat. «Das zeigen unsere Erfahrungen in vielen ähnlichen Projekten in der Zentralschweiz.» Die heutigen Parkplätze verschwinden deshalb in eine Tiefgarage. Beim Gasthaus Adler werden die Gartenwirtschaft sowie die Parkplatzfläche zum gemütlichen Adlergarten mit plätscherndem Wasserbecken. Das Gasthaus bleibt bestehen, wird nach Süden erweitert und modernisiert und mit einem Mehrzweckraum ergänzt.

Dienstleistungszentrum und Wohnbauten, die optimal zu den umliegenden Gebäuden passen

Zwischen dem Chilbiplatz und dem Dorfpark entsteht das Dienstleistungszentrum mit Gemeindeverwaltung, Ludothek, Bibliothek und Tagesstrukturen für die Schule sowie Mietwohnungen. Im Südwesten ersetzen zwei Wohnhäuser mit Miet- und Eigentumswohnungen in unterschiedlichen Grössen das heutige Gemeindehaus sowie die Wohnhäuser Adlermatte 1 und 2. Zwischen dem Adler und der Kreuzung Unterdorfstrasse/Hauptstrasse ergänzt ein Wohn- und Dienstleistungsbau das Ensemble. «Den Sieger-Architekten ist es hervorragend gelungen, die Struktur und Grösse der benachbarten Bauten rund um das Dorfzentrum aufzugreifen und im Zentrum weiterzuführen. So entsteht ein vielfältiges Zentrum, das viel Platz für Freiräume lässt», sagt Andi Scheitlin. Der renommierte Luzerner Architekt war Präsident der breit abgestützten Wettbewerbsjury. Insgesamt sind sechs Gebäude mit ein bis fünf Stockwerken vorgesehen. Neben Dienstleistungsangeboten gibt es etwa über 100 Wohnungen. Die Tiefgarage hat gemäss aktueller Planung gut 90 Parkplätze.

Etappiert und unter Einbezug der Bevölkerung

Bis zum 24. Oktober 2021 finden nun Präsentationen und eine Bevölkerungsbefragung statt. Wenn die Rückmeldungen der Bevölkerung vorliegen, wird das Projekt detaillierter ausgearbeitet und ein Gestaltungsplan erstellt. Diesen wird die Gemeinde öffentlich auflegen. Er muss schliesslich vom Gemeinderat genehmigt werden. Geklärt wird in den kommenden Monaten auch, wie die Finanzierung erfolgt und welche Landgeschäfte nötig sind (Bereinigung Parzellen, Abtausch von Flächen, Baurechtsverträge u. Ä.). Heute gehört das Land im Planungsperimeter der Gemeinde (Gemeindehaus, Schulhausareal, Adlermatte 1), der Eberli AG (Kaufrecht Adler-Parzelle) sowie privaten Dritten (Adlermatte 2). Die Bevölkerung wird im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben hier entscheidend mitbestimmen können. Noch definiert wird, wer bei welchen Bauten die Bauherrschaft übernimmt und wer die Arbeiten ausführt. Auch bei den Ausführungen wird – wo gesetzlich erforderlich – die Bevölkerung entscheiden können, beispielsweise über einen Baukredit. Läuft alles ideal, kann der Baustart 2024 erfolgen. Die Umsetzung geschieht in Etappen.

 

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